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14. August 2020 · Comments Off on Webarten Muster · Categories: Uncategorized

Ein einfacher schematischer Aufbau der Maschenware: die Fäden sind miteinander verschlungen. Maschenware franst an der Schnittkante in der Regel nicht aus. Der Stoff ist dehnbar und legt sich nach dem Auseinanderziehen zurück in seine Ursprungsform. Oft wird aber dem z.B. Baumwolljersey Elasthan (2%-8%) beigemischt, damit die Rücksprungkraft des Stoffes auch auf Dauer erhalten bleibt. Reiner Baumwolljersey neigt leider schnell zur “Ermüdung” und leiert aus. Webware wird gewebt, die einzelnen Fäden werden auf unterschiedliche Weise kreuzartig miteinander verwoben: die sogenannten Kettfäden werden von den Schußfäden gekreuzt. Viele kennen das Weben noch aus der Schulzeit: das Arbeiten mit dem Schulwebrahmen. Der entstandene Stoff ist durch seine Herstellungsweise nicht elastisch. Die drei wichtigsten Webarten sind die Leinwandbindung, die Köperbindung und die Atlasbindung.

Beim Zuschnitt des Schnittmusters muss definitiv auf den Fadenlauf geachtet werden. Die Stoffe können aus pflanzlichen, tierischen oder chemischen Fasern hergestellt werden. Dies erkennt man in der Regel nicht so einfach mit einem Blick auf den Stoff. Doch es gibt einfache Methoden, um heraus zu finden woraus der Stoff besteht. Mit ein wenig Übung und durch Testen verschiedener Stoffe erkennt man schon bald allein durch das Anfassen, um welches Material es sich handeln könnte. Ich vergleiche jetzt Wolle mit Seide. Leder ist zwar auch ein tierisches Produkt für die Herstellung von z.B. Bekleidung, jedoch ist es kein Gewebe. Es ist die Haut des Tieres und als solches auch schnell zu erkennen: es sind keine Fäden sichtbar. Sollte ein Kunstleder nicht gleich als Kunstprodukt erkennbar sein hilft der Brenntest. Echtes Leder verhält sich beim Abbrennen wie Wolle. Kunstleder jedoch nicht.

Ein einfacher, schematischer Aufbau der Webware: die schwarzen Fäden sind die Kettfäden, fest verankert am Webstuhl und staff gezogen. Die orangenen Fäden sind die Schußfäden, welche sich je nach Webwart auf unterschiedliche Weise über und unter die Kettfäden legen. Der Fadenlauf des fertigen Stoffes liegt in Richtung der schwarzen Kettfäden! Webware (aus z.B. reiner Baumwolle) ist nicht elastisch. Werden den Schußfäden Elasthan beigemischt, so wird der Stoff querelastisch. Enthält der Kettfaden zusätzlich Elasthan, so ist der Webstoff bi-elastisch. Hier im Bild ist ein Singeljersey. Er wird mit einer Nadel und abwechselnden Rechts- Links – Maschen hergestellt.

Die rechte Stoffseite (1) hat daher oft einen leichten Glanz und zeigt kleine V- förmige Maschen. Die linke Stoffseite (2) ist dagegen “stumpf” und hat ein wellenartiges Muster. Singeljersey ist häufig recht dünn und neigt dazu sich an den Rändern / Schnittkanten lästig einzurollen. ACHTUNG BRENNTEST: Bitte die Stoffe nur über dem Spülbecken in Wassernähe in sehr kleinen Mengen mit Hilfe einer Pinzette anzünden. Manche Stoffe brennen so schnell und unkontrolliert ab, dass es sehr gefährlich werden kann! Das Gesicht und die Haare nicht über die Flamme halten! Die einfachen Methoden, welche zu Hause durchgeführt werden können sind: der Habtiktest, der Brenntest, der Wassertest. Diese Tests lassen erkennen, ob es ein pflanzlicher, tierischer oder chemischer Stoff ist. Neben diesen Hauptbindungsarten gibt es eine Reihe von Sonderbindungen. Dieses Bild zeigt die Vergrößerung einer Köperbindung.

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